Montag, 20. Oktober 2014

Crossing Jordan River

Als die letzten von uns um Mitternacht in Tel Aviv eintreffen, ist ein Teil der Gruppe bereits seit gut einer Woche hier. Die Clowns waren vorher auf einem internationalen Zirkusfestival in Modiin eingeladen. Anschließend besuchten sie eine Zirkusschule in Ramallah und gaben einen Workshop für die palästinensischen Schüler und Lehrer dort. Sie erfuhren eine große Herzlichkeit, wurden zum Essen und Übernachten eingeladen und waren beeindruckt von der schönen entspannten Stimmung, trotz all der Schwierigkeiten.


Am Samstag überqueren wir den nördlichen Grenzübergang nach Jordanien, wo uns zwei Fahrer unserer Gastgeberorganisation „Vision Hope“ erwarten. Nur 40 km von der syrischen Grenze ist von dem benachbarten Krieg nichts zu spüren. Auf der Fahrt durch die nächtlichen Dörfer bietet sich ein anderes Bild als in Israel: ärmliche Gebäude, Geröllhaufen zwischen den Häusern, viele Menschen auf den Straßen und staubige, löchrige Landstraßen. Lange Zeit fahren wir am toten Meer entlang und bedauern die Dunkelheit, die uns einen herrlichen Ausblick verwehrt.

Als wir in der Kleinstadt Karak ankommen, empfangen uns die herzlichen Mitarbeiter von Vision Hope. Der hiesige Chef der Organisation ist Dirk, oder auch "Abujohannes" (sobald ein Mann Kinder hat, wird er nach seinem ältesten Sohn benannt), ein Deutscher, der schon seit zwölf Jahren mit seiner Familie in Jordanien lebt.

Clowns: Laia Sanmartin, Florian Vuille, Manuel "Abuamelia" Schunter
Musik: Antonia Dering, Julian Schunter
Fotos: Jakob Karte

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