Montag, 20. März 2017

Alle guten Dinge sind drei

Fast pünktlich um 9.45 kamen wir los. Unser Begleiter heute ist wieder Kiran, schon fast ein uralter Freund, so fühlt es sich an.
Der Wahnsinnsverkehr fühlt sich auch schon fast wie ein alter Bekannter an. Wir fahren zur Dhurba Tara School. Dort erwarten uns ca 350 Kinder und, weil wir wieder draußen spielen, unzählige Menschen auf der Straße, in Fenstern, auf den Dächern und Balkonen der umliegenden Häuser. Wie immer amüsieren sich die Kinder aller Altersstufen königlich über unsere Show. Als besonderes Special hatten wir überraschend den Schuldirektor als Live-Moderator während der Show. Natürlich haben wir keine Ahnung, was er gesprochen hat, und ob ob des gruseligen Mikrophontons überhaupt irgendjemand irgendetwas verstanden hat, das war auch an den (Nicht-)Reaktionen der Kinder nicht erkennbar.

Dennoch ist für mich immer ein besonderer Moment, wenn sich der Direktor bei uns bedankt (meist mit Willkommens-Glücks-Schal), wir ihm dann unsere Postkarte überreichen und ihm/ihr dann (natürlich mit Erlaubnis) unsere Dankes-Glücks-Clownnase aufsetzen:  Manchmal kostet es sichtlich Mut, das vor den Schüler/Innen zuzulassen, jedoch der tosende Applaus jedes einzelne Mal schafft sicherlich eine ganz große Verbindung und Sympathie zwischen Direktor und Schülerschaft.






Heute konnten wir leider nicht mehr mit dem Direktor noch eingehender über die Arbeit der Clowns ohne Grenzen sprechen, eine Aktion, die mir auch immer sehr viel Freude bereitet, doch ein schnelles Glas Cola mit Keks am Auto mußte unbedingt noch sein. Ohne Dankestrunk darf kein Gast entlassen werden. 
Am Hauptstraßenverkehrschaos vorbeischleichend eilten wir in Kostüm und Make-up zur zweiten Performance in der National Blooming Flower Academy.
Im Garten performten wir vor ca 80 ziemlich kleinen Kindern, die wie die zahlreichen Zaungäste unsere Show aufs höchste genossen und uns hinterher mit Stirnfarbe segneten und uns liebevoll die Schals umhingen.


Diesmal langte es nicht mal mehr für ein Getränk, wir mußten uns super zum nächsten Auftritt beeilen.
Im Auto Kostüm und Maske rundumerneuert, Requisiten soweit wie möglich vorbereitet und im Steh-Stau die Menschen rundrum durch unseren ungewöhnlichen Aufzug erstaunt und erfreut.
Mit Ach und Krach schafften wir es grade noch in den 7.Stock der City Hall Shopping Mall, wo sich ein kleines Theater befindet. Es harrten ca 120 Zuschauer unser. Wir spielten anlässlich des 1. World Day of Theatre for Children der Assitej Association Nepal und genossen die Theateratmosphäre.




Der Unterschied ist, daß man das Publikum im Dunkeln fast nicht sehen kann und somit noch genauer und feiner die Reaktionen hören und spüren muß. Es gab noch ein ausführliches Gespräch mit dem Publikum im Anschluß und dann eine Momo-Session mit den Theaterbetreibern. Momos sind maultaschenähnliche Köstlichkeiten mit eindeutigem Suchtfaktor.....
Kiran läßt sein Auto fit für unsere kommenden Fahrten raus aus Kathmandu machen, wir gehen nachhause und erledigen unsere üblichen Aufgaben. Der Abend wird ein frühes Ende nehmen (müssen), da es morgen sehr früh los geht.
Susie.
Nachtrag: am Folgetag erschien ein artikel in der Kathmandupost:
http://kathmandupost.ekantipur.com/printedition/news/2017-03-21/clowns-without-borders-mark-childrens-theatre-day.html

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