Donnerstag, 8. März 2018

Battambang

Da sind wir jetzt – ein bisschen außerhalb in einer Ansammlung wundervoller Dream Bungalows - frisch gebaut, erst im November letzten Jahres eröffnet - die einzigen Gäste gerade und die Betreiber haben Zeit, sich mit uns zusammen zu setzen. Auch der Bestfriend Tucktuck-Driver, der uns gerade zur Show und zurück brachte, sitzt hier und macht ein Bier auf. Ja Show, nein nicht unsere. Wir sind noch ganz trunken von den schönen Bildern mit den jungen Menschen die im PhareCircus ihre akrobatischen Künste zeigten. Eingebettet in eine Geschichte mit clownesken Momenten stapelten sich Blechzylinder übereinander, am Ende sind es ELF, Saltos rückwärts von der dritten Etage im Menschenstapel zur dritten Etage, der traditionelle Tanz des Affenkönigs kommt drin vor und umwirbt eine Gummirückenbiegekünstlerin – indem er an verschiedenen Stellen auf ihr Handstand macht - wow. Publikum wird einbezogen und Freude, ja so viel Freude am Tun sehe ich und Applaus!! Vor der Show wieder eine kleine Tanzperformance in Apsara – diese Anmut, wie sich die Füße und die Finger geschmeidig biegen, ihr Lächeln – es ist ganz anders als das Erlebnis des Tanzes als Touristenattraktion - ich bin entzückt. Wir sind entzückt. Zurück mit Fahrtwind, der fast kühl ist, erfrischend. Die beiden Töchter sind interessiert an unserem Tun. Kann man das auf youtube sehen? JA und der Hausherr fragt, ob wir nicht morgen in der Dorfschule für das Dorf spielen können, Schule ist keine, es ist nämlich 8. März, Internationaler Frauentag, und da haben die Frauen frei. Gute Idee. Morgen ist frei und die Männer spielen die Show zu zweit, Frühstück könnte auch vom Hausherrn gemacht werden, wir Frauen hängen rum und starren in die Gegend. Nö. Schade.

Ja und alles andere ist schon so lange her. Heute Morgen... Also die Herfahrt war ein wenig aufregend, unser Fahrer musste alles überholen, was den Weg versperrte und auch Hupen bei jeder Gelegenheit, Bremsen schnell anfahren PUHHH, mir war schlecht. Wo ist unser HAN aus Phnom Penh?

Also heute Morgen...längerer Weg mit Tucktuck zur Kok Kroing English School von Roger Sun, einem aus Belgien stammenden ehemaligen Mitarbeiter der UNO, der seine Pension mit den Kindern hier teilt.

Die Schule gibt Unterricht für die Ärmsten und versorgt die Kinder mit Frühstück, oft die einzige Mahlzeit, die die Kinder am Tag bekommen. Vor 11 Jahren hat er damit begonnen und das zweistöckige Schulgebäude, in dessen oberer Etage sich ein großer Raum mit Bühne befindet, ist sein Werk: „Hab ich selbstgebaut“ sagt er. Die Mädchen üben noch ein bisschen Tanzen. Davon hatte ich schon Fotos auf seiner Facebookseite gesehen. Auf die Frage, wie er die Anweisungen zu dem Tanz geben kann, offenbart er uns, dass er sich in der Hauptstadt „...als ich noch jung war“ an einer künstlerischen Schule damit vertraut gemacht hat. Die Liebe habe ihn in das Land gezogen. Das hatten wir ja gerade schon in unserem Guesthouse, scheint des Öfteren vorzukommen. Die Menschen sind auch so durchsichtig offen freundlich.

Morgen so früh raus wie noch nie. 6 Uhr Frühstück, halb sieben los.
Na dann gute Nacht, sweet dreams, ßó ban loá. Carola











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